APPROACH
Projektleitung und -koordinierung
Verfahren zur Herstellung von Zell-Mikroträgern
Unter der Leitung des Instituto Superior Técnico wird im Rahmen dieses Arbeitspakets ein robuster, reproduzierbarer und skalierbarer Herstellungsprozess entwickelt, der den Standards der Guten Herstellungspraxis (GMP) entspricht und der die Anlagerung von aus menschlichem Skelettmuskel gewonnenen Zellen an Mikroträger nach dem Prinzip der thermisch induzierten Phasentrennung (TIPS) ermöglicht. Das standardisierte Verfahren wird zunächst vom University College London überprüft, bevor es an NHS Blood and Transplant übergeben wird, wo es einer weiteren Validierung unterzogen wird, um die Herstellung der kombinierten Zell-Mikroträger-Therapie zu unterstützen.
Herstellung von klinisch fertigen TIPS-Mikroträgern
Plan der klinischen Prüfung und behördliche Genehmigung
Für die behördliche Zulassung erforderliche nichtklinische Sicherheitsstudien
Zur Unterstützung der behördlichen Zulassung der Therapie wird ein Programm nichtklinischer Sicherheitsstudien durchgeführt. Diese Studien dienen dazu, das biologische Verhalten der zellulären Komponente im Endprodukt zu charakterisieren und die lokale Gewebereaktion, die Persistenz sowie das toxikologische Profil der kombinierten Zell-Mikroträger-Therapie zu bewerten, um so die für den Nachweis der Sicherheit im klinischen Einsatz erforderlichen Nachweise zu erbringen.
Überprüfung der Produktstabilität
Es wurde ein robuster und reproduzierbarer Herstellungsprozess entwickelt und validiert, um sicherzustellen, dass das Endprodukt unter Wahrung seiner Qualität, Stabilität und Integrität konsistent für die Lagerung und den Transport aufbereitet werden kann.
Zusammenarbeit, Wissensverbreitung und Einbindung von Interessengruppen
Wissensmanagement und -verwertung
Im Rahmen dieses Arbeitspakets wird das kommerzielle Potenzial der Technologie implantierbarer Zell-Mikroträger zur Behandlung von Stuhlinkontinenz bewertet und gleichzeitig werden Möglichkeiten ermittelt, die Plattform in anderen Therapiebereichen einzusetzen, in denen sie einen klinischen Nutzen bringen könnte.
Kathryn Pretzel-Shiels
Geschäftsführer bei Bowel Research UK
“Das Leben mit Stuhlinkontinenz kann sehr belastend sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Da dieses Thema selten offen angesprochen wird, sind viele Betroffene zudem mit Stigmatisierung und Isolation konfrontiert, was die Bewältigung dieser Situation noch erschwert. Die Entdeckung einer wirksamen Behandlungsmethode wäre nicht nur ein bedeutender medizinischer Durchbruch, sondern auch eine lebensverändernde Entwicklung für Millionen von Menschen.”
Richard Day
Professor für Regenerative Medizintechnologie am University College London
“Wir sind von der Aussicht auf das AMELIE-Projekt und den potenziellen Vorteilen, die sich aus dem untersuchten neuen therapeutischen Ansatz ergeben könnten, sehr begeistert.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem außergewöhnlichen Konsortium von Wissenschaftlern, Klinikern, Industrie- und Wohlfahrtspartnern aus ganz Europa, um unseren bahnbrechenden Ansatz der regenerativen Medizin zur Behandlung dieser schwächenden Erkrankung zu entwickeln. Dies wird ein radikaler und innovativer Ansatz sein, der in dieser Größenordnung noch nie versucht wurde.”


