Martha Gilbert, Simona Čaputová, Delielena Poli, Manou Kooy, Georgia Sturt, Josephine Parker und Richard M Day.
Zell- und Gentherapie Einblicke 2023; 9(10), 1293-1306.
Stuhlinkontinenz ist ein weit verbreitetes Leiden, über das immer noch viel zu wenig berichtet wird. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten und hat negative sozioökonomische und ökologische Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die aktuellen Leitlinien für die Behandlung von Patienten empfehlen ein schrittweises Vorgehen bei der Behandlung von Stuhlinkontinenz, von konservativen Behandlungsmöglichkeiten über minimalinvasive chirurgische Optionen bis hin zu chirurgischen Optionen der ersten und zweiten Wahl. Leider sind die konservativen Behandlungen nach wie vor unwirksam, und in vielen Fällen sind die chirurgischen Optionen entweder nicht erwünscht oder nicht geeignet. Die regenerative Medizin, insbesondere die Zelltherapie, hat das Potenzial, eine weniger invasive, effektivere und effizientere Heilbehandlung zu bieten. Zelltherapietechnologien befinden sich zwar noch in der Entwicklung, können aber den derzeitigen Stand der Dinge im Bereich der Stuhlinkontinenz auf klinischer, patientenseitiger und sozioökonomischer Ebene verbessern. Dieser Artikel verfolgt ein zweifaches Ziel. Erstens soll er das Bewusstsein für das stille Leiden der Stuhlinkontinenz und für die Auswirkungen auf die Patienten und die Gesellschaft schärfen. Zweitens soll die Zelltherapie im Vergleich zu den derzeitigen Behandlungsansätzen, wie z. B. der Stimulation des Sakralnervs und der Sphinkterplastik, positioniert werden, um ihr Potenzial als geeignete Behandlungsalternative hervorzuheben.
Hier finden Sie das vollständige Papier: